evernote by Johan Larsson Software und Web-Werkzeuge, die das Leben als Lehrer, Schüler und Student einfacher machen
Lehrer, Schüler und Studenten – sie alle eint die Tatsache, dass sie im Grunde denselben wesentlichen Tätigkeiten nachgehen: Quellen recherchieren und auswerten, Informationen sammeln und organisieren, Theorien entwickeln, überprüfen und erweitern, und schließlich Hausarbeiten, Aufsätze und Forschungsarbeiten anfertigen. Dank des digitalen Wandels ist der PC mit seiner Textverarbeitung dabei zum Standardwerkzeug geworden. Im Web 2.0 finden sich aber noch weitaus mehr Werkzeuge, die das Leben als Forscher vereinfachen können. Ich möchte ein paar meiner Lieblings-Tools vorstellen, weil ich glaube, dass auch andere von diesen profitieren können.
EverNote: Ihr persönliches Elefanten-Gedächtnis
EverNote ist vielleicht das wichtigste Tool von allen: Mit diesem Programm speichern und verwalten Sie Ihre Notizen. Das klingt einfach – aber bekanntlich sind die einfachsten Aufgaben auch die wichtigsten. EverNote weiß das Konzept des Ubiquitous Computing geschickt auszunutzen, da es die Anwendung für die gängigsten PC-Systeme und als App für die größten Smartphone- und Handy-Hersteller gibt (iPhone, Android, WebOS, BlackBerry, Windows Mobile). Genau hier liegt auch die Stärke, denn durch die Verfügbarkeit “immer und überall” können Sie die bedeutendsten Geistesblitze unterwegs festhalten, und dabei gleichzeitig Ihre vorhandenen Notizen durchsuchen. Am heimischen Rechner können Sie zudem Web-Seiten und –Quellen im Volltext speichern, taggen und später durchsuchen. Die Anwendung erstellt auch Bildschirmausschnitte und Abbilder ganzer Internetseiten. In Notizbüchern geordnet, können Notizen mit Schlagwörtern und Metainformationen assoziiert werden, so dass sie auch in größeren Sammlungen effizient organisier- und wieder auffindbar sind. Ich verwende EverNote, um wichtige Recherche-Schnipsel (Zitate, Definitionen, etc.) sowie interessante Blogs und Webseiten für Hausarbeiten und Blogeinträge zu verwalten, und um wichtige Thesen und Argumente auch unterwegs zu notieren. Dafür eignet sich das Programm hervorragend.
OneNote: Zum Anfertigen von Mitschriften und Aufzeichnungen von Vorlesungen und Besprechungen
Microsoft Office OneNote ist Teil der kostengünstigen “Office Home and Student Suite” (sowie der teuren “Ultimate Suite”), die gerade auf vielen Neugeräte bereits in einer 60-Tage-Version vorinstalliert ist. OneNote eignet sich in erster Linie zum Anfertigen und Verwaltung von Mitschriften (Unterricht, Vorlesungen, Seminare, Besprechungen). Notizen werden übersichtlich in Notizbüchern, Abschnitten, Seiten und Unterseiten verwaltet. Neben formatiertem Text lassen sich auch Grafiken und PDF-Dokumente einfügen und beschriften. Die Synchronisation über mehrere PCs hinweg ist vorbildlich gelöst. Zu den professionellen Merkmalen gehören die Audio- und Videoaufzeichnung, die jeweils mit den geschriebenen Notizen verlinkt werden, so dass man in der Nachbearbeitung der Mitschrift gleich zur entsprechenden Stelle im Audio- bzw. Video-Stream springen kann.
Dass sich OneNote nicht nur als Mitschriften-Verwaltung nutzen lässt, und gerade für Lehrer ein großes Potenzial für die Organisation von Unterrichtsmaterial aufweist, beweist Jan-Martin Klinge mit seinem “OneNote-Projekt“. Chapeau!
Mendeley: Forschungsarbeiten suchen, verwalten und bereitstellen
Bei der Literatur-Recherche im Web und im Uni-Alltag wird man mit einer riesigen Menge an Forschungsarbeiten (meist im PDF- oder Word-Format) konfrontiert. Diese effizient zu speichern, verwalten und mit Gleichgesinnten zu teilen, ist das erklärte Ziel des innovativen Dokumenten-Verwaltungs-Systems (Document Management System, DMS) Mendeley. Der Clou an der Sache: Durch das Synchronisieren der Dateien mit dem (kostenlosen) Online-Konto können die Daten schnell auf mehreren PCs abgeglichen werden. Die Eingabe bibliografischer Angaben gestaltet sich leicht, da auf eine große Datenbank an Literaturangaben im Netz zugegriffen werden kann.
Die Integration in moderne Browser und Textverarbeitungsprogrammen ist über kostenlose Plug-ins gegeben. Wenn der Nutzer es wünscht, kann er ein eigenes Profil erstellen und mit anderen Wissenschaftlern in Kontakt treten sowie Dokumente und Ideen austauschen. Mein Fazit: ein innovatives Angebot mit Zukunfts-Potenzial!
SugarSync: Zur Sicherung und Synchronisierung wichtiger Daten und Dokumente
SugarSync ist aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das Programm läuft im Hintergrund auf beliebig vielen Rechnern und hat die Aufgabe, wichtige Ordner und Dateien im Internet zu sichern und auf allen gewünschten PCs abzugleichen. Die Sicherung geschieht über eine verschlüsselte Verbindung, die Daten selbst werden auch ausschließlich verschlüsselt hinterlegt. Die Stärke des Programmes liegt in seiner nahtlosen und zuverlässigen Integration in Windows: Von der Synchronisierung und Sicherung bekommen Sie nichts mit (von einer beschäftigten Statusanzeigen in der Taskleiste abgesehen). Sie bestimmen die Ordner, die gesichert und synchronisiert werden sollen und SugarSync überwacht die Dateien auf Änderungen, die in Echtzeit gesichert werden. Ich verwende diese Lösung, um meine wichtigsten Daten (z. B. OneNote-Mitschriften, Office-Dokumente) zum Einen im Internet zu sichern (Stichwort: Datensicherung), und um diese zum Anderen zwischen meinem Desktop-PC zuhause und dem Laptop unterwegs abzugleichen. So erstelle ich Mitschriften in Seminaren und Vorlesungen, die dann nach dem Log-in zuhause gleich auf meinem Desktop-Rechner zur Verfügung stehen – manueller Datenabgleich ade. Der Einstieg in SugarSync ist mit einem 2-GB-Speicherplatz kostenlos, darüber hinaus werden größere Pakete zu vernünftigen Preisen angeboten.
Natürlich setzt das Programm eine Verbindung zum Internet voraus, was aber an vielen Unis und auch immer mehr Schulen bereits gegeben ist. Wer dem Speichern seiner Daten “in the cloud” kritisch gegenübersteht (immerhin handelt es sich hier nicht um ein deutsches Unternehmen), kann sich auch nach Alternativen umsuchen.
Wichtige FireFox-Add-ons: Read It Later, Xmarks, Zotero
Der FireFox hat in Europa seit Langem schon dem ehemaligen Browser-Monopolisten Microsoft (Internet Explorer) den Rang abgelaufen. Gerade an Schulen und Unis sowie auf den privaten Rechnern von Lehrern, Schülern und Studenten wird er mit Vorliebe eingesetzt. Während der Browser von Haus aus mit einer Menge Möglichkeiten bestückt wird, kann er für den wissenschaftlichen Einsatz mittels zahlreicher Add-ons frisiert werden. Zu meinen Favoriten gehören Xmarks, Zotero und “Read It Later”.
Xmarks erlaubt das Synchronisieren von Lesezeichen – so dass diese verschlüsselt im Internet gesichert und auf mehreren PCs zur Verfügung gestellt werden können. Das Add-on arbeitet einfach, schnell und zuverlässig.
Zotero ist praktisch die Ergänzung zu Mendeley. Es erlaubt die Verwaltung und Archivierung von Online-Fundstücken, die außerdem auf einfache Weise mit Gleichgesinnten ausgetauscht werden können.
Und zuletzt ist noch “Read It Later” zu nennen. Wie häufig hat man im Netz eine interessante Seite entdeckt, aber gerade keine Zeit, den Text zu lesen? Bisher habe ich stets ein Lesezeichen angelegt, das dann später aufgerufen und wieder gelöscht wurde – etwas umständlich. Genau hier setzt “Read It Later” an. Es ist ein Dienst, der mit einem einfachen Klick Internet-Adressen speichert und die Adresse auf ebenso einfache Weise für ein späteres Lesen verfügbar macht. Natürlich können die Fundstücke getaggt und sortiert werden. Ein sehr praktischer Helfer, durch den keine Quelle mehr im Nirvana verschwindet!
Übrigens: Alle drei genannten Plug-ins sind auch für andere WebBrowser verfügbar.
Eigentlich wollte ich noch weitere Tools vorstellen. Der Eintrag ist aber bereits lang genug, so dass ich den Rest meiner Favoriten zu einem späteren Zeitpunkt in einem separatem Beiträg veröffentlichen werde.
Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Folgen Sie dem Bildungsblog
per Twitter oder RSS-Feed.




Hallo Sebastian,
sehr schönes Weblog, weiter so!
Kauft man sich nun kurz vor Markteinführung des Office 2010 für Studenten und Heimanwender und auch danach noch ein Office Home and Student 2007, so kann man bis Ende September 2010 kostenfrei auf Office Home and Student 2010 upgraden! Dies ist möglich im Rahmen der Technologie Upgrade Garantie von Microsoft. Alle Kunden, die ab dem 5.3.2010 ein Office Home and Student 2007 erwerben, können es nach Markterscheinung der 2010er Studentenversion als Download bei Microsoft kostenlos auf Office 2010 upgraden oder sich das neue Office 2010 für Studenten gegen eine kleine Gebühr direkt von Microsoft auf DVD zusenden lassen.
[...] rein in die originalen Nachricht von Bildungsblog.info – ein Blog über Bildung, Schule, Studium und Neue Medien Bildung [...]